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Der Internetauftritt für Mettenhof, dem grünen Kieler Stadtteil.
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Die Polizeidirektion Kiel stellt am heutigen Tage den Verkehrssicherheitsbericht des Jahres 2025 vor. Die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle von 8.809 im Jahr 2025 (2024: 8.746) in der Landeshauptstadt Kiel bewegt sich auf gleichem Niveau zum Vorjahr und weiterhin deutlich unter dem Höchststand aus dem Jahr 2019. Wie auch in den Vorjahren handelt es sich bei rund 84% der Unfälle um Bagatellunfälle. Die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung Elektrokleinstfahrzeugen erreicht im Jahr 2025 einen neuen Höchststand. Bei den Unfällen mit Radfahrerbeteiligung ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.
Anzahl der verletzten Personen rückläufig - Mehr Verkehrstote
Verglichen mit dem Vorjahr sank die Zahl der durch Verkehrsunfälle verletzten Personen um 5,7 % auf 1.231 (2024: 1.305) Personen. Während die Zahlen in vielen Bereichen rückläufig waren, blieb die Anzahl der verletzten Personen sowohl in der Gruppe der Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen als auch in der Gruppe der Fußgänger auf gleichem Niveau. Im Jahr 2025 kamen in der Landeshauptstadt Kiel bei fünf Unfällen sieben Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, darunter drei Radfahrende.
Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern gestiegen
Die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von Kindern (unter 15 Jahre) stieg um 12,5% auf 81 (2024: 72) Unfälle. Bei langfristiger Betrachtung weisen sie noch immer eine abnehmende Tendenz auf. In zeitlicher Hinsicht lag der Schwerpunkt bei den Werktagen und dort zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Am häufigsten verunfallten Kinder als Mitfahrer in Pkw, gefolgt von der Beteiligung als Radfahrer in der Altersgruppe der 10 - 14 Jährigen. Rückläufig sind die Zahlen dagegen bei Kindern, die als Fußgänger am Verkehr teilnahmen.
Verkehrsunfälle mit Senioren auf gleichem Niveau - Mehr Verletzte
In 2025 stieg die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Senioren (Verkehrsteilnehmer ab dem 65. Lebensjahr) verglichen mit dem Vorjahr um 10,9 % auf 163 (2024: 147). Wie in den Vorjahren waren Senioren am häufigsten als Nutzer von Pkw und als Radfahrer an Unfällen beteiligt. Die Hauptursachen "Vorfahrt" und "Abbiegen" sind seit Jahren unverändert. Dies deutet darauf hin, dass komplexe Verkehrssituationen eine besondere Herausforderung für Senioren darstellen.
Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung rückläufig
Die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von Radfahrern sank im Jahr 2025 um 10,5 % auf 527 (2024: 589). Proportional dazu sank die Anzahl der verletzten Radfahrer im Vergleich zum Vorjahr von 556 auf 497. Die Fälle, in denen Radfahrer allein verunglückten, machten zirka 25 % des Unfallgeschehens mit Radfahrerbeteiligung aus. Bei den Hauptunfallursachen auf Seiten der Radfahrer gab es im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen. Weiterhin spielen der Alkohol- und Drogeneinfluss sowie die falsche Fahrbahnbenutzung oder die verbotswidrige Nutzung anderer Straßenteile eine herausragende Rolle. Darunter fallen zum Beispiel das unerlaubte Befahren eines Gehweges, das unerlaubte Befahren eines Radweges in falscher Richtung. Drei Radfahrer kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Weitere Steigerung der Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen
Seit dem Jahr 2020 werden Elektrokleinstfahrzeuge (EKF) in der Statistik erfasst. Es handelt sich hierbei beispielsweise um elektrische Tretroller oder Segways. Seit Beginn der Erfassung ist eine stetige Steigerung zu beobachten, die mit 122 Verkehrsunfällen mit EKF-Beteiligung im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht (2024: 114). In knapp drei Viertel der Fälle wird der EKF-Fahrer als Hauptverursacher für den Unfall erfasst. Die Hauptursachen waren wie bereits im Vorjahr Alkohol- und Drogeneinfluss sowie die falsche Fahrbahnbenutzung oder die verbotswidrige Benutzung anderer Straßenteile.
Leichter Anstieg der Unfälle mit motorisierten Zweirädern - Mehr Verletzte
Auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg um 7 Unfälle kam, so liegen die Zahlen der verunfallten motorisierten Zweiräder mit 84 deutlich unter dem Höchststand aus dem Jahr 2015 (135 Unfälle). Bei den 84 Fällen im Jahr 2025 waren auch 33 Mofa-Fahrer und zwei sogenannte E-Bikes (bis 45 km/h) beteiligt. Die Anzahl der beteiligten Zweiräder mit Versicherungskennzeichen stieg damit um 52,2 % auf 35 (2024: 23) Die Anzahl der allein verunglückten Zweiradfahrer stieg um 40 % auf 14 (2024: 10) Nicht angepasste Geschwindigkeit und fehlender Abstand zählten zu den Hauptunfallursachen bei den Zweiradunfällen. Im Jahr 2025 kamen keine motorisierten Zweiradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Leichter Rückgang der Unfälle unter Einfluss von Alkohol- und anderen berauschenden Mitteln
Nach einigen Jahren mit steigenden Fallzahlen war im zurückliegenden Jahr wieder ein Rückgang von 9,7 % auf nunmehr 102 Fälle zu verzeichnen (2024: 113). Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss führen in der Tendenz zu schwereren Folgen als dies im übrigen Unfallgeschehen festzustellen ist. Diese Unfälle sind häufig durch ein unerklärliches Abkommen von der Fahrbahn oder Konflikten mit dem Gegenverkehr gekennzeichnet. Im Gegensatz dazu lassen sich die Unfälle unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln kaum von dem übrigen Unfallgeschehen unterscheiden. Bei den 24 Fällen, die im Jahr 2025 zu verzeichnen waren, wurde lediglich eine Person schwer verletzt. Hauptsächlich auffällig war in beiden Fällen die Gruppe der Pkw-Nutzer.
Unfallhäufungsstellen
Die sogenannten Unfallhäufungsstellen werden durch die Auswertung der Verkehrsunfälle nach festgelegten Parametern ermittelt. Das hochfrequentierte Waldwiesenkreuz nimmt den Spitzenplatz unter den Unfallhäufungsstelle ein. Im Jahr 2025 kam es hier wieder zu 11 Unfällen. An dem weiterer Knotenpunkt Ostring / Schönkirchener Straße kam es im letzten Jahr zu 10 Unfällen. Erstmals seit 2022 ist der Joachimplatz wieder auffällig. Hier kam es häufig zu Unfällen in Folge von Rotlichtmissachtungen.
Polizeiliche Maßnahmen
Die im Jahr 2020 ins Leben gerufene Verkehrssicherheitsinitiative "Radverkehr" wurde auch im zurückliegenden Jahr fortgesetzt. Dabei wurden 670 von Radfahrern begangene Verkehrsverstöße (Vorjahr: 897) geahndet. Typische Verstöße sind falsche Fahrbahnnutzung (Fahren auf Gehwegen, in Fußgängerzonen, die Nutzung des linksseitig gelegenen Radweges und die Nutzung der Fahrbahn trotz im Einzelfall bestehender Pflicht zur Radwegnutzung), Überfahren von Ampeln bei Rotlicht, Nutzung von Handys während der Fahrt und Fahren ohne Beleuchtung bei Dunkelheit.
Auch im Jahr 2025 führte das Polizeibezirksrevier Kiel Messungen im Kieler Stadtgebiet insbesondere auch vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen durch. Bei 101 Einsätzen wurden 64.341 (Vorjahr: 59.593) Fahrzeugführer eingemessen. Davon waren 6.674 (Vorjahr: 5.257) Fahrzeugführer zu schnell. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 10,4 (Vorjahr: 8,8) Prozent. Dabei mussten 26 Fahrverbote ausgesprochen werden (Vorjahr: 17). Die höchste Überschreitung erreichte ein Fahrzeugführer, der auf der B 503 im Bereich der Unterführung Projensdorfer Straße bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h mit 143 km/h gemessen wurde. Flankierend wurden im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung Messeinsätze mit dem Laserhandmessgerät durchgeführt
Bei allgemeinen Verkehrskontrollen im Rahmen der Verkehrsüberwachung stellten die Einsatzkräfte 108 straf- oder ordnungsrechtlich bedeutsame Trunkenheitsfahrten fest, was einer Abnahme von 61,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2024: 279). In der Mehrzahl der Fälle (85) handelte es sich um Straftaten nach § 315c oder § 316 StGB. Bei den Fahrten unter Drogeneinfluss waren es 84 (2024: 153). Anders als bei den Alkoholdelikten handelte es sich hier in der Mehrzahl der Fälle (61) um Ordnungswidrigkeiten nach § 24 a Abs. 2 StVG
Neben der allgemeinen Verkehrsüberwachung im Rahmen des täglichen Dienstes beteiligte sich die Polizeidirektion Kiel auch im zurückliegenden Jahr an den europaweiten, gemeinsamen Roadpol-Kontrollaktionen. Die Organisation Roadpol ist ein Netzwerk der europäischen Verkehrspolizeien und unterliegt deutschem Vereinsrecht. Themenschwerpunkte waren unter anderem Ablenkung und Gurt, Alkohol und Drogen sowie Geschwindigkeit.
Fazit
Radfahrende sind weiterhin die Gruppe, die am häufigsten im Straßenverkehr verunglückt und insbesondere auch schwer verunglückt. Der gesamtgesellschaftliche Trend zur verstärkten Nutzung des Fahrrades sowie der Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter) im Alltag macht weiterhin eine kritische polizeiliche Begleitung erforderlich. Dies geschieht im Wesentlichen durch niedrigschwellige Ahndung von Verkehrsverstößen, die die Radverkehrssicherheit betreffen, gezielte präventive Aufklärung der Öffentlichkeit über Regeln und Risiken sowie die Überprüfung von Radverkehrsanlagen.
Das Thema "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" ist bereits seit mehreren Jahren Schwerpunkt polizeilicher Überwachungstätigkeit. Tendenziell haben solche Fälle sehr schwerwiegende Verletzungsfolgen. Deshalb gilt es hier, die Erfolge der vergangenen Dekaden mindestens zu erhalten.
Der vollständige Verkehrssicherheitsbericht 2025 für die Landeshauptstadt Kiel kann unter folgendem Link im Internet abgerufen werden:
Für Rückfragen steht die Pressestelle Kiel telefonisch unter der bekannten Rufnummer zur Verfügung.
Mathias Stöwer, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel
Tel. +49 (0) 431 160 2010
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