Schockanrufe durch falsche Polizeibeamte - Aktuelle Anrufwelle im Kieler Stadtgebiet
Aktuell häufen sich im Bereich der Polizeidirektion Kiel wieder Anrufe durch falsche Polizeibeamte und sogenannte Schockanrufe. Die Polizei warnt erneut ausdrücklich vor den Begehungsweisen. Die Täter täuschen unterschiedliche Notlagen vor und geben sich als Polizeibeamte, Ärzte oder Bankmitarbeiter aus. In allen Fällen haben die Täter eine Gewinnabsicht und wollen die Angerufenen zur Zahlung von Geld oder zur Herausgabe von Wertgegenständen bewegen.
Innerhalb der letzten 72 Stunden ist eine deutliche Zunahme solcher Anrufe im gesamten Kieler Stadtgebiet festzustellen. In diesen Fällen meldeten sich die Anrufer überwiegend als falsche Polizeibeamte.
Bei allen bisher angezeigten Taten blieb es glücklicherweise bei Versuchen, da die Angerufenen richtig gehandelt und aufgelegt haben.
Nicht selten kennen die Täter persönliche Details, wie z.B. die Namen der Kinder oder weiterer Angehöriger. Die Täter handeln meist organisiert und professionell und haben im Vorwege das Umfeld der Geschädigten ausgekundschaftet.
Mit dieser aktuellen Warnmeldung möchten wir Bürgerinnen und Bürger erneut für dieses Thema sensibilisieren:
- Die Polizei nimmt kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen. Wir nehmen auch kein
Bargeld an, damit ein Angehöriger einer Haftstrafe entgeht. - Die Täter, die sich als Polizeibeamte am Telefon oder vor ihrer Haustür mit einem solchen Anliegen an sie wenden,
gehen in der Regel hochprofessionell vor und verwickeln Sie in lange Gespräche, zum Teil mit unterschiedlichen
Gesprächspartnern. - In einigen Fällen wurden die Angerufenen zur Verschwiegenheit verpflichtet und der Anrufer drohte mit strafprozessualen
Maßnahmen, falls der Angerufene mit Dritten über den Vorfall sprechen würde. - Lassen Sie sich von diesen Personen nicht unter Druck setzen oder einschüchtern und nehmen Sie umgehend Kontakt
zu Ihrer Polizei auf. Beenden Sie dazu eigenhändig das Gespräch und wählen selbst die 110.- Seien Sie misstrauisch, wenn vermeintliche Angehörige kurzfristig Geld für den Kauf eines Autos, eines Hauses oder Ähnlichem von ihnen benötigen und das Geld womöglich an vermeintliche Freunde ausgehändigt werden soll. Beenden Sie auch hier das Gespräch eigenhändig und rufen Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück.
- Fragen Sie sich bei Gewinnversprechen, ob Sie tatsächlich an einem Preisausschreiben teilgenommen haben.
Gehen Sie nicht in Vorleistung, um Gewinne zu erhalten. - Prüfen Sie, ob ein Eintrag in Telefonbüchern oder Online-Telefondatenbanken wirklich nötig ist.
Kürzen Sie Ihre Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben ab. - Weitere Präventionshinweise zu diesem und weiteren Themen finden sich auf der Internetpräsenz
der Landespolizei Schleswig-Holstein: https://t1p.de/uay3z Mathias Stöwer, Polizeidirektion Kiel
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