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11. Mettenhofer Kulturtage - Bericht zur Theateraufführung "Sonntagsbraten"

11. mettenhofer Kulturtage 

Theateraufführung „Sonntagsbraten“

 

Am Samstag d. 04.11.2017 wurde das Stück „Sonntagsbraten“ im Stadtteilcafé des Servicehauses der AWO aufgeführt. Gespielt wurde das Stück von dem AWO Musiktheater-Ensemble. Alle Darsteller im Alter von 65 bis 92 Jahren. 
 

Die Regie führte Claudia Piehl, die inzwischen schon bekannt ist für die tollen Aufführungen bei der AWO.
 

In dem Stück selbst ging es um eine Wohngemeinschaft mit dem schönen Namen „Lavendelblüte“ bestehend aus mehreren Damen und einem Herrn. 
 

Zunächst sei noch gesagt, dass die erste Vorstellung restlos ausverkauft war. Da es aber noch viele Interessenten gab, wurde noch eine zweite Aufführung angesetzt. Das war natürlich nur möglich durch die gute Organisation der Leiterin des Servicehauses „Susanne Weber“ und ihre Helferlein. Und nicht zuletzt der Darsteller, die allesamt ja nun auch nicht mehr die jüngsten waren. Bleibt zu sagen, alle Achtung.

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Doch nun zurück zu dem Stück. Um einen großen Küchentisch versammeln sich die Bewohner der WG regelmäßig, um sich zu unterhalten, Kaffee zu trinken, Hobbys nach zu gehen und vieles mehr. Dabei kommt es dann natürlich auch zu kleineren Reibereien. Die eine möchte dies, die andere das und der einzige Mann möchte wieder ganz was anderes. Zwischendurch wurde auch gesungen. Unter anderem sangen sie den Schlager „ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“. Also die Stimmen der Herrschaften waren super. Das Publikum war begeistert. Passend zu diesem Lied hatte eine der älteren Damen sich einen Freund angelacht, der die WG besuchte. Skeptisch wurde diese Situation von den Mitbewohnerinnen beobachtet.

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Weil alle in dieser Nacht nicht schlafen konnten, versammelte sich die ganze Runde in Schlafzeug gekleidet an dem großen Küchentisch. So kam heraus, dass der Besucher sogar über Nacht geblieben war. 
 

Nun kam auch noch eine Freundin einer Bewohnerin zu Besuch. Sie kam aus England, war angeblich mit einem reichen Bankdirektor verheiratet und schien dennoch kein Geld zu haben. Sie pumpte sogar eine der Damen an. Und sie bat darum, für einige Nächte in der WG bleiben zu dürfen. Damit waren nicht alle einverstanden. Doch als sie anbot, einen Sonntagsbraten aus Dank für die Bewohner zu kochen, waren dann alle wieder beruhigt. Wie es weiter geht, weiß man noch nicht. Vermutlich folgt noch eine Fortsetzung irgendwann.
 

Mir bleibt an dieser Stelle nur zu sagen Großartig. In diesem Alter sich noch die Texte merken, so gut singen zu können und die Geschichte so entzückend vorzutragen, verdient jeden Respekt. 

Text und Fotos:  Heidi Venker 
Redaktion mettenhof.de

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