Eine Gesellschaft ist sozial gerecht, wenn alle gleiche Chancen und Teilhabe am sozialen, politischen sowie kulturellem Leben haben. Soziale Teilhabe ist die wesentliche Voraussetzung für eine entwicklungsfähige und auch wettbewerbsfähige Gesellschaft.
Ausgrenzung hat immer zwei handelnde Seiten, aber mit unterschiedlichen Machtpositionen: Die des Ausgegrenzten und die der Ausgrenzenden. MigrantInnenselbstorganisationen klagen, dassMenschen, deren Lebensmittelpunkt längst unabänderlich in Deutschland liegt, die gerechteTeilhabe und Chancengleichheit vorenthalten wird.
Falsche integrationspolitische Signale u. a. im Bereich der Bildung, Arbeitsmarkt und Staatsangehörigkeitsgesetz (z.B. Optionszwang) beeinflussen die Integration der MigrantInnen negativ. Besonders Asylsuchende klagen, gerade ihnen würde die Gleichheit der Chancen, des Rechts und der sozialen Teilhabe weitgehend verweigert. Sie dürfen ihre Wohnung nicht frei wählen und sind in ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt. Die Arbeitsaufnahme ist gesetzlich erschwert.
Abgeordnete des neuen Landtags Schleswig-Holstein werden miteinander und mit den TeilnehmerInnen der Veranstaltung die Frage diskutieren, wie sich soziale Teilhabe für alle organisieren lässt. Diese öffentliche Veranstaltung wendet sich an alle an den Themen Asyl, Migration und Integration Interessierten.
Zur Podiumsdiskussion laden wir Sie herzlich ein, am:
30. Juni 2010 um 19:00 Uhr Kunsthalle - Kiel Düsternbrooker Weg 1 24105 Kiel