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18
Apr
2010
Die erste Stadtteilkonferenz 2010 Drucken E-Mail

Die erste Stadtteilkonferenz im neuen Jahr

Am Donnerstag d. 11.03.2010 fand die erste Stadtteilkonferenz in diesem Jahr im Neubau der AWO , Sibeliusweg 4, statt.
Wie immer eröffnete Herr Hajo Reimer (Leiter des Sozialzentrums Mettenhof ) die Sitzung und führte zügig und freundlich moderierend durch die Veranstaltung.
Danach stellten sich alle Anwesenden vor.

 

 

Als erstes folgte die Begrüßung des Hausherren ( Herr Andresen, Geschäftsführer der AWO Schleswig-Holstein GmbH ). Dieser sagte, dass es sich anbot, das neue Verbandshaus in Mettenhof bauen zu lassen, da das Servicehaus in der Nähe ist und die Wege zu den anderen sozialen Einrichtungen kurz sind. Der Neubau bietet Platz für 80 Mitarbeiter/innen der AWO.
Zu dem Baustil des Gebäudes sagte Herr Andresen, dass dieser Offenheit symbolisiere.
Das Haus ist nach allen Seiten offen. Das gilt sowohl für die Angestellten, als auch für die Besucher/innen.

Der erste Tagessordnungspunkt bezog sich auf das Jobcenter, zu dem sich Frau Barbara Veldten (Leiterin des Jobcenters Mettenhof ) äußerte. Sie machte darauf aufmerksam,
dass das Jobcenter Mettenhof seit fünf Jahren besteht und man dies eigentlich etwas festlich begehen sollte.
Den Fokus ihrer Rede legte sie auf das Thema Arbeit im Stadtteil, die es hier weiter zu verankern gilt. In Mettenhof leben ca. 6000 Menschen vom Arbeitslosengeld II. Davon betrifft der größte Anteil Kinder und Familien.
Bis jetzt wurde viel erreicht in Mettenhof, z. B. die Betreuung von Kindern, zu der auch das Tagesmütterbüro beiträgt.
Weiter meinte Frau Veldten, dass der Anteil der arbeitsuchenden Menschen mit Migrationshintergrund 60 % beträgt. Dank der AWO und der Firma GSM gibt es seit einiger Zeit ein Projekt (Migranten in Arbeit), das sich besonders dafür einsetzt, ausländische Mitbürger in Arbeit zu bringen.
Ein Vorteil sei es auch, dass es Jobcenter dezentral in den verschiedenen Stadtteilen gibt und nicht in einem einzelnen großen Sammelpunkt, zu dem dann alle Arbeitsuchenden gehen oder fahren müssten, meinte Frau Veldten. Für sie ist dieser Ansatz der „Sozialraumorientierung“ sehr kundenorientiert; er hat sich seit dem Bestehen des Jobcenters bewährt.
Ferner stellte Frau Veldten noch das Projekt „MiA“ ( Menschen in Arbeit ) vor. Dieses Projekt wird von drei Mitarbeitern des Jobcenters betreut. Die Räumlichkeiten befinden sich im Bergenring 4. In diesem Projekt sollen möglichst viele sogen. „Aufstocker“ wieder in Vollbeschäftigung gebracht werden, um sie aus Hartz IV herauszuholen. Bei Aufstockern handelt es sich um Menschen, die zwar Arbeit haben, der Lohn für diese Arbeit aber nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt davon bestreiten zu können.
Trotz der zurzeit laufenden (politischen) Diskussionen um Neuregelungen gibt es zurzeit noch keine konkreten Veränderungen oder Neuerungen zu den Jobcentern, der Agentur für Arbeit oder den Hartz-IV-Regelungen. Frau Veldten, für die die Jobcenter bisher im Ganzen erfolgreich gearbeitet haben, sieht gute Chancen, auf dem bisherigen Weg der Betreuung, Beratung und Beschäftigung, weiter aktiv sein zu können.

Der zweite Tagesordnungspunkt befasste sich mit den Ganztagsschulen im Stadtteil Mettenhof. Von der Stadt Kiel gab es eine Ausschreibung, bei der die Schulen einen Antrag stellen konnten, um Ganztagsschule zu werden. Doch da es sich ausschließlich um verpflichtende Ganztagsschulen handelte, zogen die meisten Schulen ihren Antrag zurück.
Von den verschiedenen Vertretern der Schulen wurde zwar positiv bewertet, dass Räumlichkeiten, Ausstattung u.s.w. ausreichend seien, es aber an Lehrkräften fehlen würde.

 

 

Bei dem dritten Tagesordnungspunkt ging es um die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen. Herr Wunsch (Leiter der Polizeistation Mettenhof ) ging auf einen entsprechenden Artikel im Internet (www.mettenhof.de) über die Straßenfußballmannschaft „Bollstein“ ein. Da es Anfragen von besorgten Bürgern gibt, weil im Kreise dieser Mannschaft angeblich rechtes Gedankengut verbreitet wird, stellte Herr Wunsch klar, dass der Artikel völlig wertfrei geschrieben wurde und somit nicht aus dem Stadtteilportal entfernt wird. Außerdem kann die Polizei sowieso erst einschreiten, wenn ein Straftatbestand vorliegt. Das war bisher bei Bollstein nicht der Fall.
Als nächstes bat Herr Wunsch die Bürger Mettenhofs um Aufmerksamkeit, was das Internetcafé am Kurt-Schumacher Platz angeht (gemeint ist nicht das st@rtbüro). Dort sollen angeblich Kinder und Jugendliche sogen. „Ballerspiele“ spielen. Auch hier kann die Polizei erst eingreifen, wenn es einen berechtigten Grund gibt. Darum noch mal die Bitte an alle, wachsam zu sein und die Polizei bei einem Verdacht zu benachrichtigen.

Der vierte Tagesordnungspunkt befasste sich mit dem Thema „Kinderarmut im Stadtteil“.
Hierzu äußerte sich unter anderem Frau Katja Brockmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. im Kindermuseum „musiculum“ (Lern- und Experimentierwerkstadt für Kinder und Jugendliche, Stephan-Heinzel-Straße 9) aufmerksam. Hier lernen die Kinder nicht, Instrumente zu spielen, sondern diese und deren Klänge zu verstehen. Der Fokus ist auf die Akustik und die Sinne gerichtet. Die teilnehmenden Kinder sind zwischen 5 und 17 Jahre alt. Weitere Informationen finden sich unter: http://www.musiculum.de/projekte.html.

Eine gute Nachricht ist, dass das Essen an den Schulen ab dem ersten Februar kostenlos ist, bzw. können die Schulen entscheiden, wenn der soziale Hintergrund der Kinder es zulässt, auch einen Obolus zu erheben. Das ist u.a. Dank einer großzügigen Spende der Familie Murmann und ihrer Stiftung möglich.

Zu dem Thema „Kinderarmut“ gibt es einen Arbeitskreis, der sich am 23.03.2010 um 12:00 Uhr im Sozialzentrum Mettenhof trifft. Herr Reimer (Leiter des Sozialzentrums ) bittet auf diesem Weg um Rückmeldungen.

Tagesordnungspunkt fünf befasste sich mit allgemeinen Themen Mettenhofs (Aktuelles aus dem Stadtteil ).
Eine interessante Geschichte dürfte das Start – Schülerstipendium sein. Für dieses Stipendium kommen ausschließlich leistungsstarke und engagierte Schüler mit Migrationshintergrund in Frage. Die Geldleistung beträgt 100 Euro im Monat. Außerdem wird ein Laptop mit Internetzugang zur Verfügung gestellt. Es werden zehn Stipendien vergeben. Die Information zur Bewerbung des Stipendiums findet man unter www.start-stiftung.de.

Zur Umgestaltung des Heidenberger Teiches und des Schulhofes BZM äußerte sich Frau Merle Grützmacher, Stadtteilbüro Mettenhof. Diesbezüglich findet ein Workshop am 13.06.2010 statt. Die Einladungen hierfür werden an alle Mettenhofer verschickt.

Herr Hillebrecht von der Firma Thesaurus machte auf ein sogen. Märchenprojekt der Waldorfschule Hofholzallee aufmerksam. Die Schüler ziehen zwei Tage in Kostümen durch Mettenhof, um Kinder für dieses Projekt zu gewinnen.

Heidi Venker
st@rtbüro




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