|
Die Idee stammt von dem ehemaligen Handballspieler, Architekten und Autor Holger Thiesen, der damit alte Grabsteine sinnvoll nutzen und weiterleben lassen möchte und zum anderen um sinnvolle Wanderwege zu schaffen, die zum Nachdenken, Rätseln oder Erheitern anregen sollen. Der erste bereits fertig gestellte Sinnweg führt von Nübbel nach Rendsburg.
Er ist ca. 2,5 km lang und führt direkt am nördlichen Ufer des Nord-Ostsee-Kanals entlang. 10 Sinnmale liegen dort im Weg, so z.B. ein Sinnlos-Stein, mit dem Spruch: “Erziehung ist sinnlos. Kinder machen ihren Eltern doch alles nach.“, der von Pastor Dr. Nils Petersen aus Nübbel gespendet wurde. Wer immer sich an diesem Projekt beteiligen möchte, hat die Möglichkeit sich an einem Stein zu beteiligen oder einen ganzen Stein zu spenden.
So ist dies auch eine gute Gelegenheit für Unternehmer oder Vereine, sich durch einen für sie passenden Spruch in Szene zu setzen und für sich zu werben. Sinnwege haben kein Anfang und kein Ende, und könnten in ganz Europa angefangen werden. So ist es ein ausgesprochener Traum von Holger Thiesen, dass überall solche Sinnwege entstehen und diese irgendwann in ferner Zukunft verbunden werden können.
|
|
Möglichkeiten für eine Umsetzung in Mettenhof
Einen Sinnweg in Mettenhof zu initiieren hört sich im ersten Moment vielleicht als gewagtes Unterfangen an, aber bei näherem Hinsehen birgt es in sich enorme Möglichkeiten, um auch hier oder gerade hier in Mettenhof zur Kulturentwicklung beizutragen.
So kann man die Idee des Projektes abwandeln in hiesige Gegebenheiten und soziale Hintergründe, ohne dass dabei die Idee des Sinnweges verloren geht.
So ließen sich schöne Wanderwege auch in und um Mettenhof finden, die bestückt mit sinnvollen Gedenksteinen auch einen Anreiz zum Spaziergang dienen könnten. Bei der Herstellung der Steine, die man auch aus Beton herstellen könnte, könnte man z.B. arbeitslose Jugendliche mit einbinden, die dann auch in die Gestaltung ihrer Umwelt mitwirken können. Die Sprüche und Zitate könnten dann auch entsprechend dem multikulturellen Hintergrund von Mettenhof, in derselben Art gestaltet werden, so dass auch türkische, arabische oder russische Sinnsteine denkbar wären. So würden sich die verschiedenen ethnischen Gruppen auch hier in Mettenhof wieder finden und ein Stück Heimatgefühl oder auch ein Willkommensgruß vermitteln.
Für die Spender der Steine, die nicht nur aus Unternehmern oder Vereinen, sondern auch aus Privatleuten bestehen können, wäre dies eine gute Gelegenheit, um ihr soziales Engagement zu demonstrieren.
Nicht zuletzt bewirkt solch ein Projekt eine Zusammenarbeit vieler verschiedenen Gruppen, die sich sicherlich in einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl widerspiegeln würden.
hennemann/sey
|