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30
Jan
2010
Unsere Stadtpräsidentin Cathy Kietzer Drucken E-Mail
Politik / Ortsbeirat

Unsere Stadtpräsidentin Cathy Kietzer

Wir haben vor einiger Zeit Frau Kietzer als Bürgerin unseres Stadtteils vorgestellt. Heute zeigen wir Ihnen die andere Seite und stellen sie als die Frau vor, die die Landeshauptstadt Kiel als Stadtpräsidentin nach innen und außen repräsentiert.

Die Stadtpräsidentin wird von der Ratsversammlung gewählt und zwar auf Vorschlag der größten Fraktion. Die Wahlperiode beträgt 5 Jahre. In Vorbereitung der Kommunalwahlen stellen die Parteien ihre Kandidaten auf. In der Regel wird die vorgesehene Stadtpräsidentin / der vorgesehene Stadtpräsident auf Listenplatz 1 oder 2 platziert und setzt sich im Wahlkampf stark dafür ein, ihren Wahlkreis zu gewinnen. Im Jahr 2008 hat Frau Kietzer zum zweiten Mal ihren Wahlkreis Mettenhof  gewonnen und wurde am 12. Juni 2008 in der Ratsversammlung zur Stadtpräsidentin gewählt. Die Stadtpräsidentin stellt die Tagesordnung der Ratsversammlung auf und leitet die Sitzungen.

 

Cathy_Kietzer

"Stadtpräsidentin Cathy Kietzer (r.) mit Heike Rullmman, Geschäftsführerin der new start gGmbH (st@rtbüro)." 

 

Übrigens ist das Amt der Stadtpräsidentin ein Ehrenamt, für das Frau Kietzer kein Gehalt bezieht, sondern eine Aufwandsentschädigung bekommt.

Frau Kietzer ist in mehreren Gremien aktiv, wie z. B. Vorstandsmitglied des Städtetages Schleswig-Holsteins, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Bürgerstiftung Kiel, Vorsitzende des Aufsichtsrates Kieler Woche und des Verwaltungsrates der Sparkasse.

Darüber hinaus setzt Frau Kietzer eigene Schwerpunkte. Kunst und Kultur sind ihre persönliche Leidenschaft. Darum ist sie auch im Aufsichtsrat der Bühnen AöR.

Einen großen Anteil ihres politischen Wirkens nehmen die beiden jüdischen Gemeinden, sowie die Sinti und Roma in Anspruch. In ihrer 1. Wahlperiode hat sie erreicht, dass der jüdische Friedhof saniert wurde. Die Räumlichkeiten der jüdischen Gemeinden sind ebenfalls stark sanierungsbedürftig. Daher liegt ihr die Instandsetzung besonders am Herzen.

Politisch motiviert wurde Frau Kietzer durch ihren Zuzug nach Mettenhof. Hier gab es zu viele Defizite. Sie sagte, dass man die Menschen nicht nur in Wohnungen unterbringen könne, ohne zu schauen, ob  es auch genug Infrastruktur gibt. Das war genug Antrieb, um sich für soziale Belange einzusetzen. Was konnte sie in Mettenhof bewirken? Hier setzt sie sich ein für die Schulen, den Jugendbauernhof und für den Bau der Sporthalle an der Heidenberger Teich Schule. Die Sporthallenentwicklungspläne für den Bau wurden durch den politischen Wechsel 2003 gestrichen. Ebenso der Bau des „Cafe Mette“. Die Einrichtung eines kostenlosen Mittagstisches im Jugendbauernhof vor zwölf Jahren sieht sie als persönlich wichtigste Errungenschaft. Mit der Unterstützung aus der Wirtschaft ist der Mittagstisch langfristig gesichert.

Projekte in der Kommunalpolitik benötigen manchmal Jahre, ehe sie verwirklicht werden können, weil man finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen kann, sagt Frau Kietzer. Man kämpft regelrecht mit den anderen Stadtteilen um die Mittel. Leider ist  dies eine Tatsache, die Bürger oft nicht verstehen, weil ihnen die Umsetzung zu lange dauert. Ein Wunsch von Frau Kietzer und den Mettenhofer Bürgern ist es, ein Schwimmbad zu bauen. Dieses Vorhaben ist bereits seit 25 Jahren im Gespräch und wurde immer wieder gestoppt.
   

 

 

Außerdem setzt sie sich für das Projekt soziale Stadt und die Planung des Freizeitparks Heidenberger Teich ein. Es müssen immer wieder Mittel gesichert werden, mit denen man weitere Projekte verwirklichen kann.

Cathy Kietzer gehört, wie bereits erwähnt, der SPD an. Wie kommt man nun als gebürtige Dänin dazu, in die SPD einzutreten? Die Frage beantwortete Frau Kietzer mit den Worten, dass sie in Dänemark nie in eine Partei eingetreten wäre. Doch in Deutschland sah sie zu viele Ungleichgewichte in der Gesellschaft, die sie so in Dänemark nicht kannte. Zu dem Zeitpunkt, als Willy Brandt durch das Mißtrauensvotum scheiterte, trat sie der SPD bei.

Zur Frage der Zufriedenheit mit der neuen Aufstellung der SPD ( Mit Sigmar Gabriel und Andres Nahles an der Spitze) sagt sie, dass das letzte Wahlergebnis gezeigt habe, dass die Bevölkerung nicht zufrieden ist. Daher müsse man Konsequenzen ziehen. Die neue Truppe soll erst mal ihre Chance haben und beweisen, dass sie es gut macht. Zu viele Wechsel an der Parteispitze seien nicht gut, weil man Kontinuität braucht.

Im Übrigen kommt sie mit dem Oberbürgermeister Albig sehr gut zurecht. Einmal in der Woche haben sie mit den zuständigen Büroleitern eine Sitzung, um alles abzusprechen. Die Zusammenarbeit klappt hervorragend, sagt die Stadtpräsidentin.

Heidi Venker
(st@rtbüro)   


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