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Fr. Johns wies in Ihrer Rede sehr eindringlich darauf hin, wie wichtig die Kinderschutz-Einrichtungen sind. Sie machte den Zuhörern anhand einiger Zahlen sehr bewusst, dass die Unterstützung - sei es durch Spenden oder ehrenamtliche Tätigkeit - nicht nachlassen darf, da die Hilfen im Kinderschutz-Zentrum leider jedes Jahr stärker nachgefragt werden. Momentan erreichen die Mitarbeiter ca. 540 Erstmeldungen pro Jahr, wobei man bedenken muss, dass diese Zahl durch die beteiligten Geschwister noch viel höher ist. Der Anteil der Kinder bis sieben Jahre beträgt 40%. Der häufigste Meldegrund im Kinderschutz-Zentrum Kiel war im Jahr 2008 körperliche oder seelische Gewalt / Kindesmisshandlung. Der zweithäufigste Grund war sexueller Missbrauch, gefolgt von Auffälligkeiten und deren Abklärung und Kindesvernachlässigung. Fr. Johns wies sehr nachdrücklich darauf hin, dass den Kindern nur von wirklichen Fachkräften mit der dafür notwendigen Ausbildung geholfen werden kann und wird. Dass die Einrichtungen dafür auch Geld benötigen, erklärt sich von selbst. In Ihrer Rede erläuterte Fr. Johns den Weg von ersten Anfängen im Jahre 1981, als es in Deutschland weder spezielle Einrichtungen, noch theoretische Konzeptionen oder Praxisberichte über die Arbeit mit sexuell misshandelten Kindern gab, bis hin zum heutigen Tag. Sie meinte, dass die Hilfe und Beratungen sich zwar gebessert und professioneller geworden seien, aber die oben erwähnte Zahl der Erstmeldungen sehr deutlich macht, dass man auf gar keinen Fall in den Bemühungen nachlassen dürfe. Das Kinderschutz-Zentrum hat für sich, wie alle anderen Zentren auch, hohe Anforderungen formuliert: Sie setzen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit der praktischen Arbeit in Beziehung und entwickeln daraus neue Hilfen. Auf diese Weise setzen die Kinderschutz-Zentren immer wieder Maßstäbe für den Kinderschutz in Deutschland. Neben der Thematik der sexuellen Kindesmisshandlung engagiert sich das Kinderschutz-Zentrum Kiel für weitere, wichtige Problemfelder: - Gewalt gegen Kinder mit geistiger Behinderung - Als eine der ersten Institutionen in Deutschland entwickelt das Kieler Zentrum ganz spezifische Hilfen für diese Kinder.
- -Grenzüberschreitender Hilfebedarf - Seit 2000 beteiligt sich die BAG(Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe) mit den Kinderschutz-Zentren i. A. der Bundesregierung an dem Projekt „Children-at–Risk“, einer Arbeitsgruppe des Ostseerates. Die Kinderschutz-Zentren in Kiel und Lübeck vertreten hierbei die BAG und arbeiten an einer Studie über die Erhebung von Kinderschutz-Standards, Problemen und Kooperationsmöglichkeiten.
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- Kinder als Opfer häuslicher Gewalt - 2002 Infokampagne. Später Ausdehnung auf Landesebene, zusammen mit KIK den Kinder- und Jugendtelefonen in Schleswig-Holstein.
-Frühe Hilfen als Gewaltprävention Seit 2000 beteiligt sich das Kinderschutz-Zentrum an vielen Projekten und Hilfeangeboten , u. a. an der Schreiambulanz in der städtischen Kinderklinik in Kiel (2004) und im Kreis Plön (2009), an der Präventionskampagne „Vorsicht zerbrechlich!“ zur Vermeidung von Schütteltraumata bei Kleinkindern (2005), sowie an verschiedenen „Schutzengel“- Projekten im Kieler und Plöner Raum.
Fachberatung und Qualifizierung bei Kindeswohlgefährdung (nach §8a Sozialgesetzbuch VIII)
Außerdem hat sich das Kinderschutz-Zentrum über die Jahre mit folgenden Themen auseinandergesetzt: Gewaltfreie Erziehung Gewalt und Delinquenz (Straffälligkeit) von Kindern
Sichtbar und hörbar gepeinigt von einer Grippe wies Frau Johns zum Schluss ihrer Rede noch einmal darauf hin, dass im Mittelpunkt der Arbeit des Kinderschutz-Zentrums auch in Zukunft Kinder und Eltern stehen werden, diese frühzeitig und professionell zu unterstützen, weitere Zugangswege für (Risiko-) Familien zu eröffnen sowie neue Konzepte der Hilfe in die Beratungsarbeit zu integrieren.
Nach der Rede von Fr. Johns, die mit zustimmendem Applaus bedacht wurde, gab es für die Anwesenden noch einen kleinen, aber sehr gut schmeckenden Imbiss und die gerne genutzte Gelegenheit für einen Informationsaustausch in angenehmer Atmosphäre. (st@rtbüro)
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