Start Politik / Ortsbeirat Grünes Licht für Kieler Woche Rennen
18
Jan
2010
Grünes Licht für Kieler Woche Rennen Drucken E-Mail
Politik / Ortsbeirat

Grünes Licht für Kieler Woche Rennen

Mit Neujahrsgrüßen eröffnete der Vorsitzende Göksel Böttcher die 465. Sitzung des Mettenhofer Ortsbeirates im Bürgerhaus Mettenhof. Das erste Zusammenkommen im Jahr 2010 war wohl etwas besonderes – alle Abstimmungen verliefen einstimmig

Nach Genehmigung der Tagesordnung und der Niederschrift der 464. Sitzung betonte Herr Böttcher im Vorfeld des Tagesordnungspunktes „Bürger fragen und regen an“ noch einmal, dass es keine Schließung der Mettenhofer Post geben wird. Fraglich sei lediglich der Standort. Auskunft zu den genauen Plänen wird eine Vertreterin der Post in einer der kommenden Sitzungen geben.

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Foto: © Uwe Köhn
Der ehemalige Beisitzende des Ortsbeirates Herr Mertens von der FDP stellte die Frage, ob die Überlegungen, den alten Russeer Bahnhof wieder in Betrieb zu nehmen auch für Mettenhof von Bedeutung seien. Der Ratsherr Herr Dr. Traulsen erklärte hierzu, dass es wegen der eingleisigen Streckenführung und der Taktung der Züge aktuell keine Reaktivierung des Bahnhofes gebe und frühestens 2013 neue Überlegungen für Russee und Mettenhof angestrengt werden können.
Erfreuliches gibt es über das „Radrennen rund um den Osloring“ zu berichten. Ein Ortstermin mit allen Beteiligten ergab, dass es keine alternative Streckenführung zum Osloring gibt. Frau Heinecke vom Amt für Wohnen und Grundsicherung betonte die enorme Bedeutung des Rennens für den Stadtteil und erläuterte das weitere Vorgehen. Geplant sind nur solche Baumaßnahmen, die den Querschnitt der Strecke nicht beeinflussen. So gibt es im Bereich der Stavanger Str. lediglich eine Einengung und um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, werden an mehreren Stellen die Kantsteine abgesenkt. Auch die Pflanzung von Bäumen stellt keine Behinderung für die Radrennfahrer dar. Zwar muss alles noch genehmigt werden, doch Frau Heinecke gibt sich optimistisch.
Der Vorsitzende des Kieler Radsport Vereines, Dieter Haushahn würdigte ebenso wie alle Fraktionen die „super Leistung“ von Frau Heinecke und bedankte sich für den Einsatz des Ortsbeirates: „Sie sind alle herzlich eingeladen, das Rennen im Juni aus der Vip-Lounge zu verfolgen“, so Haushahn. Die Einladung nahm Herr Böttcher dankend an: „Das nehmen wir ins Protokoll auf“.

Nächster Tagesordnungspunkt war ein Antrag der Linken zur Unterstützung des Schuldner- und Insolvenzberatungszentrums. Nach einiger Diskussion und Beiträgen von den Ratsherren Linzen und Dr. Traulsen war man sich einig, den Antrag bis zum Sommer zurückzustellen und auf weitere Informationen und Zahlen zu warten.
Zu Punkt 7 der Tagesordnung, Essensgeldzuschuss, war Herr Freund, Amt für Schule Kinder- und Jugendeinrichtungen, eingeladen und widersprach dem in der letzten Sitzung aufgekommenen Gerücht, dass Zuschüsse davon abhängig seien, wo das Essen für die Kinder gekocht werde.
Erörtert wurde erneut die Tatsache, dass es in der Mensa im BZM keinen Nachschlag mehr gibt. Stattdessen können hungrige Schüler bei der Ausgabe eine extra große Portion bestellen. Grund dieser Maßnahme ist der Umstand, dass einige Kinder mehrmals Nachschlag geholt haben und es dann ihren Kameraden abgetreten haben, so dass einer bezahlt und teilweise fünf gegessen habe.
Einwänden, das Essen sei nicht gesund genug entgegnete Herr Freund damit, dass es hierfür strenge Normen gäbe und es auch Bestandteil des Vertrages mit dem Pächter der Mensa sei, auf die Einhaltung zu achten.
Da einer Einladung lediglich der Rektor der Schule am Göteborgring folgte, und dieser keinerlei Kritik übte, war man sich einig, dass es anscheinend kein Grund zur Besorgnis gibt.
Abschließend wiederholte Herr Freund, dass die Murmann-Stiftung mindestens noch fünf Jahre das Essen bedürftiger Schüler bezuschusst.
Im nächsten Tagesordnungspunkt informierte Frau Heinecke den Ortsbeirat über den Stand der Projekte des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“ und anderer Maßnahmen rund um den Heidenberger Teich.  So sei bereits ein Standort für die neue Schulsporthalle mit Mensa für die Schule am Heidenberger Teich gefunden, so dass jetzt mit der Feinplanung begonnen werden kann. Näheres stelle die Immobilienwirtschaft der Stadt Kiel in der kommenden Sitzung vor.

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Foto: © Uwe Köhn
Die zu Teil „tagesfrischen“ Ergebnisse zum Bau des Naturerlebniszimmers auf dem AWO-Bauernhof  riefen zum Teil heftige Emotionen hervor. Durch mehrere Faktoren seien die Kosten seit der ersten Planung 2008 von 86 000 € auf 157 000 € gestiegen. Erklären lässt sich dieser Anstieg durch mehrere Faktoren. So räumt Frau Heinecke ein, dass es versäumt wurde, die Baunebenkosten mit in die Rechnung einzubeziehen. Außerdem verursachen neue Bestimmungen z.B. zum Brandschutz, weitaus höhere Kosten. Hinzu kommt die allgemeine Preissteigerung. Ob das Zimmer gebaut werden soll, hängt in erster Linie von der Entscheidung der AWO ab, ob die 15% Eigenanteil, die die Arbeiterwohlfahrt erbringen müsste, aufgebracht werden kann. Auf Seiten der „Sozialen Stadt“, so Frau Heinecke, seien die Mittel vorhanden. Frage sei, ob die Politik dem Bau zustimme. Eine Antwort wollten die Politiker nicht sofort geben. Herr Cnotka, der sich überfahren fühlte, da er die Informationen für eine wichtige Entscheidung ohne Not erst jetzt erhalten hat, war sich aber mit den anderen Mitgliedern des Ortsbeirates einig, dass ein Signal gesendet werden solle, dass man das für ganz Kiel einmalige Projekt weiterhin für pädagogisch wertvoll halte. Diesen Konsens, so Herr Pries (CDU), solle Herr Böttcher dem Vorstand der AWO übermitteln. Eine endgültige Entscheidung soll in der März-Sitzung fallen.

Erfreulicheres hatte Frau Fröhlich vom Stadtteilbüro Mettenhof zu bekanntzugeben: Der neue Soziale Wegweiser ist erschienen und ab sofort im Stadtteilbüro, bei der Polizei, im st@rtbüro und im Bürgerhaus erhältlich. Außerdem kann man ihn als PDF-Datei bei www.mettenhof.de herunterladen.

Kurioses hatte der Vorsitzende zum im nächsten TOP auszurichten: der Weihnachtsbaum sei dieses Mal so mickrig ausgefallen, weil beim Aufstellen der Stamm beschädigt wurde und er daher abgesägt werden musste. So hatten wir leider nur die Spitze des Baumes. Entschädigend soll Mettenhof nächstes Weihnachten einen „besonders schönen“ Baum erhalten.

Abschließend nahm Herr Wunsch die Gelegenheit wahr und stellte sich als neuen Vorsitzenden des Mettenhofer Arbeitskreises für Kriminalitätsverhütung  (MAfK) vor und lud zum 2.Sicherheitsgespräch am 21. Januar 2010 um 19 Uhr in der Polizeiwache ein.

Die nächste Sitzung findet am 10. Februar 2010 um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Mettenhof statt.

Max Larsen

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