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Frau Kietzer findet unseren Stadtteil lebenswert. Sie hat die ganze Entwicklung hautnah mitbekommen. Damals gab es nicht einmal ein Lebensmittelgeschäft, in dem sie hätte einkaufen können. Einmal die Woche kam ein fahrender Händler vorbei, bei dem man sich dann mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln eindecken konnte. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Hochhäuser gebaut und das Einkaufszentrum entstand.
Das Ehepaar Kietzer wohnt jetzt in einem schönen Haus am Rande Mettenhofs, wo es sehr ruhig und idyllisch ist. Doch sie kennen auch das Wohnen im Hochhaus, wie im Osloring.
Ansonsten findet Frau Kietzer Mettenhof schön, weil dieser Stadtteil sehr grün ist und sich dadurch von anderen Bezirken unterscheidet. Und alle Wege sind kurz. Sie bekommt hier alles, was man für das tägliche Leben braucht, sagt sie und man muss nicht in die Stadt fahren, um Besorgungen zu machen.
Für sie persönlich gibt es keine Nachteile, in Mettenhof zu wohnen. Sie ist der Meinung, dass es hier eine multikulturelle Gesellschaft gibt und diese auch manchmal Konflikte mit sich bringt. Die Durchmischung der Bürgerschaft ist nicht so einseitig wie in Gaarden. Aber auf lange Sicht führt dieses Zusammenleben verschiedener Kulturen zu einem besseren Verständnis und zu mehr Toleranz untereinander. Davon ist Frau Kietzer überzeugt. Doch man muss sehr aufpassen, dass es zu keiner Ghettoisierung kommt. Die Möglichkeiten der Stadtverwaltung sind sehr begrenzt, weil die Verantwortung nicht bei der Stadt Kiel liegt. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden frei, wo sie wohnen wollen. Es ist sehr wichtig, dass die Ursprungsbevölkerung nicht überfordert wird durch zu großen Zuzug einer Volksgruppe.
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Übrigens findet Frau Kietzer es sehr schade, dass es in Mettenhof wenig Gastronomie gibt. Vor der Fläche des Hofs Akkerbooms war ein Restaurant geplant. Dieses und auch andere Projekte liefen ins Leere. Die verschiedenen Gastronomen zogen sich aus den unterschiedlichsten Gründen zurück. Frau Kietzer sagt, dass die Stadt keine Restauration führen könne. Fazit ist also, dass keine Gastwirte nach Mettenhof möchten, weil es leider immer noch etliche Vorbehalte gegen unseren Stadtteil gibt. Im Moment ist das Bürgerhaus so ziemlich der einzige Ort, an dem diverse Veranstaltungen stattfinden.
Frau Kietzer würde freiwillig nie aus Mettenhof wegziehen. Als sehr lobenswert empfindet sie die bemerkenswerte Vernetzung der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Stellen. Das hat Mettenhof auch vor einer Ghettoisierung gerettet, sagt sie. Dazu gehört die Arbeit des Jugendbauernhofes mit seinem Mittagstisch für Kinder aus sozial schwachen Familien, das Jugendbüro und natürlich das Stadtteilbüro. Wenn es Probleme gibt, setzen sich etwa zwanzig Leute an einen Tisch und finden eine Lösung. Was Frau Kietzer in Mettenhof wirklich vermisst, ist eine Buchhandlung. Sie empfindet Mettenhof als einen sehr starken Stadtteil, weil es das große ehrenamtliche Engagement gibt. Die Bürgerin Kietzer wünscht sich eine öffentliche Wahrnehmung Mettenhofs, die den Tatsachen entspricht.
H. Venker/ Birte Schnoor st@rtbüro
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