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16
Jul
2010
Ortsbeiratsitzung Mettenhof vom 07.07.2010 Drucken E-Mail

„Wir werden Weltmeister“

Mit diesem im Nachhinein sehr optimistischen Worten eröffnete der Vorsitzende Göksel Böttcher (SPD) die 469. Sitzung des Ortsbeirates Mettenhof am 07.07.2010 im Bürgerhaus- wegen des WM-Spieles bereits um 18:30 Uhr. „Damit die Referenten nicht vor leerem Publikum reden“, so der Vorsitzende weiter.
 
Nach Erledigung der Formalien machte der ehemalige Beisitzende Herr Mertens (FDP)   darauf aufmerksam, dass im Forum von www.mettenhof.de  heftig über die Baumaßnahmen im Aalborgring diskutiert wird und Verhältnisse wie im Tromsöweg / Narvikstrasse befürchtet werden.
 

 

Kunststoffhindernisse Aalborgring (Bild folgt) 

 

Frau Ute Heinecke vom Amt für Wohnen und Grundsicherung erklärte, dass es sich bei den Maßnahmen um den 2. Bauabschnitt zur Barrierefreiheit der „Sozialen Stadt“ handele. Das Tiefbauamt habe zunächst zur Probe Hindernisse aus Kunststoff aufgestellt um die Auswirkungen auf den Verkehr zu beobachten. Doch der endgültige Bau sei lange bekannt und beschlossen. Dennoch sollen die Beschwerden an die zuständige Stelle weitergeleitet werden.
Im selben Tagesordnungspunkt konnte Frau Hauschild vom Amt für Familie und Soziales die Befürchtungen von Herrn Amelang (Die Linke) zerstreuen, dass wegen aktuellen Sparmaßnahmen soziale Projekte zum Jahresende auslaufen.
Eine positive Überraschung überbrachte die regionale Politikbeauftragte der deutschen Post AG, Frau Renziehausen aus Hamburg: Ab 1. Juli 2010 hat die Postbank die Filiale der Dt.Post AG übernommen und wird den Standort mit fast derselben Belegschaft behalten. Das Dienstleistungsangebot wird mindesten genauso umfangreich sein wie vorher.  
Punkt 6 der Tagesordnung war der Sachstandsbericht der Schuldnerberatung in Mettenhof. Herr Bickel vom Schuldner- und Insolvenzberatungszentrum untermauerte mit seinen Aussagen den enormen Bedarf: von ursprünglich geplanten 2 Beratungsstunden alle 14 Tage sei man schnell zu 5 Wochenstunden gekommen. Bislang habe man 57 Einzelfälle mit 158 Beratungskontakten unterstützen  können. 35 von ihnen kommen aus dem Bereich ALG II, die Anderen sind ALG I Empfänger, Rentner oder Bezieher nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. 43 Klienten haben zusammen 94 Kinder. Erstaunlich, so Herr Bickel, sei der relativ hohe (25%) Anteil an Personen zwischen 50 und 70 Jahren. Probleme bereitet der Schuldnerberatung die Tatsache, kein eigenes Büro zu haben. Zwar sei der Standort st@rtbüro, direkt am Kurt-Schumacher-Platz, ideal, doch sei die Infrastruktur „suboptimal“. So habe man kein Zugang zum Server und auch die Aktenlagerung bereitet Schwierigkeiten.
Finanziert wird die Schuldnerberatung mit Mitteln von der Stadt (40%) und dem Land (60%). So erhielten laut Frau Hauschild die drei Beratungsstellen (Gaarden, Innenstadt und Mettenhof) im vergangenen Jahr insgesamt 480.000€. Davon wurden 320.000 € für die Beratung von Langzeitarbeitslosen verwendet (§16a SGB II), welches einzigartig in ganz Schleswig- Holstein ist.
 

 

Zu diesem Thema stellten die CDU, Die SPD und Die Linke einen gemeinsamen Antrag an die Verwaltung, wonach geprüft werden soll, wie die weitere Entwicklung in Mettenhof  ist. Die Ergebnisse sollen in der Oktobersitzung vorgestellt werden.
Als nächstes stellten Herr Stammer und Frau Renner von der Werk- und Betreuungsgemeinschaft Kiel e.V. den Hof Büll vor. Auf den teils denkmalgeschützten Hof zwischen Narvikstrasse und Wikingerbummel soll bis Ende 2012 auf 3000m² ein Wohnheim für geistig- und körperbehinderte Menschen entstehen. In drei Gebäuden finden dann insgesamt 22 Betreute ein neues Zuhause und 8 – 10 Arbeitsplätze werden geschaffen.
Durch die Vorgabe, die Sitzung spätestens um 20 Uhr zu beenden, fasste sich Cai-Uwe Lindner mit der Vorstellung der Mettenhofer Kulturtage (22.-30.10.2010) kurz und verwies auf das ausgelegte Programm. Besonders stolz sei man darauf, mittlerweile ein fester Bestandteil des Kieler Kulturlebens zu sein.
Anschließend berichtete Frau Heinecke über die verschiedenen Projekte des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“. Die weiteren Entwicklungen und Ergebnisse werden auf einer Sondersitzung vorgestellt.
Einen besonderen Dank an Frau Heinecke sollte Ratsherr Traulsen von den Teilnehmern des diesjährigen Kieler Woche Radrennens ausrichten, die durch ihr Engagement bei den Umbaumaßnahmen geholfen hat, das überregionale Event zu erhalten.
Für das tolle Stadtteilfest bedankte sich der Ortsbeirat bei dem Leiter der Polizeiwache, Herrn Wunsch.
Aufgrund der Schulferien findet die nächste Sitzung nicht im August, sondern am 08. September 2010 statt.
 
Max Larsen

 

 


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